AllgemeinPersönlichkeit

Jakobsweg – Erkenntnisse meiner Pilgerreise

Im letzten Blog habe ich von meinen Erlebnissen auf dem Jakobsweg geschrieben. Heute will ich dir berichten, was ich gelernt habe durch den Jakobsweg und welche Dinge dir helfen können dein Leben noch bewusster zu leben.

Mach Deinen Alltag zum schönsten Geschenk!

Auf dem Jakobsweg begegnest du ständig anderen Pilgern. Du quatschst mit ihnen, gehst einen Teil des Weges zusammen und du tauscht deine Lebensgeschichte aus. Jeder hat seine persönliche Geschichte zu erzählen. Und jeder hat sich aus einem anderen Grund auf die Reise gemacht.

Viele entfliehen ihrem stressigen Alltag. Aber warum lassen wir es überhaupt so weit kommen? Ist es nicht die Kunst in seinen normalen Alltag ausreichend Ruhephasen einzubauen und die Seele öfters baumeln zu lassen? Deine Energie-Tanks solltest du niemals leer werden lassen. Dein Urlaub oder der Jakobsweg sollten für dich eine schöne Erfahrung sein. Sie sollten nicht die Kompensation sein für einen zu stressigen Alltag.

 

Einfach mal innehalten und den Moment genießen.

Trage dir gezielt „Auszeiten“ in deinen Terminplaner. Tage oder zumindest Stunden an denen du dich nur um dich kümmerst. Ich gehe zum Beispiel zur Massage, in einen Spa, oder verwöhne mich mit einem guten Essen. Diese Termine sind gelb markiert in meinem Terminplaner und sind meine wichtigsten Termine im Monat.

 

Weg mit dem Ballast

Sich auf das Wesentliche zu reduzieren bedeutet Freiheit. Wer weniger hat, hat in Wirklichkeit mehr. Zumindest mehr Freiheit, mehr Flexibilität und mehr Leichtigkeit. Schon beim Packen meines Pilgerrucksacks überkam mich eine riesige Vorfreude. Was? Ich soll nur drei Unterhosen mitnehmen für zwei Wochen??? Wie soll das denn gehen?

Am Schluss wog mein Pilgerrucksack genau sechs Kilogramm. Mit sechs Kilogramm Gepäck kam ich für die gesamten zwei Wochen zurecht.

Die meisten von uns besitzen viel zu viel. Wir häufen immer mehr Dinge an. Selbst von Dingen, die jahrelang nicht genutzt wurden, können wir uns oftmals nicht trennen. Nach der Pilgerreise begann ich allen überflüssigen Ballast abzuwerfen, den ich in den letzten Jahren angesammelt hatte. Ich mistete alle Schränke, inklusive Kleiderschränke, nochmals komplett aus, um ohne unnötigen Ballast ins Jahr 2018 zu starten. Vielleicht besitzt du ebenfalls Kellerleichen und Schrankleichen.

Mein Tipp: Befreie dich radikal von allen Dingen, die unbenutzt deinen Lebensraum reduzieren.

Dadurch gewinnst du ein neues Gefühl von Freiheit und realisierst, je weniger du hast, umso leichter fühlt sich dein Leben an.

Das Sitzen ist das neue Rauchen
Hier lässt es sich leicht laufen mit der Sonne im Gesicht.

Auf dem Jakobsweg habe ich zum Spaß meine täglichen Schritte aufgezeichnet. Täglich lief ich zwischen 25.000 und 55.000 Schritten. Ich war ständig in Bewegung an der frischen Luft und fühlte mich vital und lebendig. Um gesundheitlich fit zu bleiben, solltest Du täglich 10.000 Schritte machen und nie länger als 30 Minuten am Stück sitzen. Wer zu lange sitzt, der hat ein erhöhtes Risiko für viele Krankheiten. Wer lange sitzt, der stirbt früher. Ich bewege mich viel. Dennoch sitze ich manchmal viele Stunden am Stück.

 

Als ich zurückkehrte von meiner Pilgerreise, stellte ich mir SOFORT einen „mehr Bewegung im Alltag“-Plan auf:

  •  ich laufe IMMER die Treppen;
  • Distanzen von zwei bis drei Kilometern gehe ich zu Fuß;
  • wenn ich mit der S-Bahn fahre, steige ich eine Station früher aus;
  • ich nehme fast überall hin mein Fahrrad;
  • alle 30 Minuten mache ich bei der Arbeit Pause, stehe für mind. eine Minute auf, hole mir etwas zu trinken oder mache einfach ein paar Kniebeugen. Ich stelle mir hier einen Wecker;
  • abends gehe ich zusätzlich eine Runde spazieren, wenn ich meine 10.000 Schritte noch nicht zusammenhabe.

Bringe mehr Bewegung in deinen Alltag. Das ist viel wichtiger, als dass du zwei bis drei Mal pro Woche Sport machst. Deine Zellen wollen durchblutet werden, möglichst immer wieder über den Tag verteilt.

Die kleinen Freuden sind überall
Atemberaubend!

Erinnerst du dich aus meinem letzten Blog über den Jakobsweg, wie ich mich über die frisch gewaschene Wäsche gefreut habe? Wie ein kleines Kind. Ich war einfach nur dankbar. Auf dem Jakobsweg erlebst du und siehst du täglich viele kleine, wunderschöne Dinge. Du erlebst einen wunderschönen Sonnenaufgang, du siehst eine atemberaubende Landschaft, du lernst inspirierende Menschen kennen. Erlebnisse, für die ich sehr dankbar bin.

 

Dankbarkeit wirkt erhellend, gibt Energie, inspiriert und verwandelt. Dankbare Menschen sind selten negativen Gefühlen wie Neid, Groll, Gier und Bitterkeit ausgesetzt. Dankbare Menschen erholen sich deutlich schneller von Erkrankungen, da sie von ihrer robusten psychischen Gesundheit profitieren.

Lerne, noch gezielter in deinem Alltag deine Augen zu öffnen. Lerne, Dinge mit Dankbarkeit zu sehen, die dir selbstverständlich erscheinen.

Mein Tipp: Schreibe abends drei Dinge auf für die du am Tag dankbar warst. Mache dies für mindestens 17 Tage und beobachte, wie dich das positiv verändert.

 

Viele liebe Grüße,

Read More